Bananenbrot

Noch kein Bananenbrot konnte mich aus den Socken werfen. Viel Aufwand hat man bei der Herstellung zwar nicht, aber dennoch scheint es nach dem Backen immer so, als sei in der Küche „eine Bombe eingeschlagen“. Meine Familie war bis jetzt auch nicht sonderlich von dem „faden“ Geschmack begeistert. 

Als meine liebe Nachbarin mich nach einem guten Bananenbrot-Rezept fragte, nahm ich dies als Anlass, nochmals einen Versuch zu wagen. Ich machte mir Gedanken über Zutaten, die würzige, nussige sowie fruchtige Komponenten neben der Banane und den Nüssen erzielen können. Das klassische Bananenbrot verlangt ja den Verzicht von Haushaltszucker, der normalerweise jede Süßspeise erst zum Aufblühen bringt. Da also kein Zucker zum Einsatz kommt, ist es eben nicht so leicht, ein genussvolles Dessert zuzubereiten. Es ist eine Herausforderung, aber mit etwas Zeit, Kreativität und Motivation kann man schon einiges in der Küche kreieren. 

Meine Überlegungen zu einem außergewöhnlichen Bananenbrot: 

  • Fein geriebene Muskatnuss ergibt einen leicht exotischen Geschmack, wirkt nussig-bitter, aber auch leicht süß
  • Nüsse vor dem Zerkleinern in der Pfanne leicht anrösten, für Röstaromen
  • Apfelkompott (statt Milch oder Wasser) für eine weitere Fruchtkomponente 
  • Natron für eine leicht bittere und einen Hauch von metallischem Geschmack, der die Nüsse noch mehr betonen soll

Zutaten

3 reife Bananen (+ 1 Banane als Dekoration) 
50 ml Pflanzenöl 
2 Eier
250 g Dinkelmehl 
50 g Walnüsse 
150 g Äpfel (ca. 2 Äpfel) 
3 Nelken 
1 TL Natron
1 TL Backpulver
Salz, Muskatnuss, Zimt 

für 1 Kastenform

Zubereitung

1.  Zuerst wasche, schäle und schneide ich die Äpfel in kleine Würfel und koche sie mit ca. 100 ml Wasser in einer kleinen Kassarolle mit 3 Nelken bis sie eine weiche Konsistenz haben. Als nächsten Schritt püriere ich sie und stelle die Kassarolle zum Auskühlen in den Kühlschrank. 

2.  Währenddessen röste ich die 50 g. Walnüsse in einer Pfanne für 2-3 Minuten ohne Fett und hacke sie mit einem Messer zu kleineren Stücken. 

3.  Als nächsten Schritt reibe ich Dinkel in der Mühle zu feinem Mehl und vermenge diese mit den anderen trockenen Zutaten (Natron, Backpulver, Zimt, Muskatnuss, Nüsse, Salz) in einer Schüssel gut durch. 

4.  In einer weiteren Rührschüssel zerquetsche ich die 3 reifen Bananen mit einer Gabel und rühre danach die Eier, das Öl und das ausgekühlte Apfelmus dazu. 

5.  Nun noch das Rohr auf 160 Grad Heißluft vorheizen und die Kastenform gut mit Rama oder Butter ausschmieren und mit etwas griffigem Mehl ausstauben. 

6.  Jetzt kommt die Masse in die Form und die 4. Banane halbiere ich der Länge nach und drücke sie auf die Oberfläche des Teiges leicht ein. Ab damit ins Rohr – für ca. 30-35 Minuten. 

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