Weihnachtsente mit Rotkraut und Erdäpfelknödel

Ich habe für euch ein wunderbares Rezept für den Weihnachtsabend zusammengestellt! Zum einen haben wir hier eine Ente, welche durch ihre krosse Haut und zugleich dem saftigen Fleisch die Verkoster*innen bestimmt zum Staunen bringen lässt! Und zum anderen überzeugen die Beilagen durch kleine weiche Erdäpfelknöderl und einem g’schmackig guten Rotkraut mit leichten Zimt- und Rotweinnuancen.

Der passende Wein zu diesem Gericht darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Ich empfehle euch einen Rotburger aus dem Jahr 2018, der nun als Salon-Wein 2020 zu den besten Zweigelt-Weinen in Österreich zählt! „Waldfrüchten gepaart mit kräftig, dunklen Röstaromen französischer Eiche, sattes Tannin am Gaumen mit langem Nachhall“, so der junge Winzer aus Langenlois.
(zum Nachlesen und Durchstöbern von Spitzenweine: http://www.rosnerwein.at/weine/)

Bevor ihr zu den Tipps und dem Rezept gelangt, wünsche ich euch schon im Vorfeld schon: Gutes Gelingen mit der Ente und besinnliche Weihnachten mit euren Liebsten!

Tipps:

  • Man kann die Ente mit Salz und Paprikapulver einreiben. Ich entschied mich nur für Salz, damit der Geschmack des Fleisches natürlich bleibt.
  • Es ist wichtig, die Haut nach der Hälfte der Garzeit unter der Keule mit einem spitzen Gegenstand (z. B. Stricknadel, Zahnstocher) leicht einzustechen (das Fleisch nicht einstechen!). Hier kann das Fett austreten und dieses kann während dem Backen beim Einstreichen der Ente verwendet werden. Die Ente wird dadurch schön knusprig.
  • Wer die Ente besonders knusprig haben möchte, kann diese 30 Minuten vor Ende der Garzeit aus dem Backrohr mit etwas Bier, Milch, Wein oder Orangensaft bepinseln. Der enthaltene Zucker karamellisiert und erzielt eine krosse Schicht und eine wunderschöne braune Farbe! Man könnte hier zum Schluss noch zusätzlich die Temperatur erhöhen und auf Grillfunktion einstellen.
  • Falls die Keulen am Knochen im Backrohr dunkel werden, kann man diese in Alufolie einwickeln.
  • Für die Sauce, die selbstverständlich nicht fehlen sollte, wird das ausgetretene Fett nach dem Braten abgeschöpft – nicht wegschütten! Wenn man die Sauce besonders dickflüssig haben möchte, kann man diese mit Mehl oder Stärke binden.
  • Wie schneidet man die Ente? Ich verwende lieber ein scharfes Messer als eine Geflügelschere. Zuerst kann man die Keulen wegschneiden, dann etwas Brustfleisch und so geht man Schritt für Schritt weiter.
  • Ich empfehle das Rotkraut schon einen Tag früher zuzubereiten. Hier kann das Kraut in der Marinade schön durchziehen.   

Zutaten

für die Ente
1,7 kg Ente küchenfertig
Salz

für die Füllung
2 Äpfel
2 Karotten
1 Zwiebel

für das Rotkraut
1 kg Rotkraut
1 Apfel
5 EL Apfel-/Rotweinessig
200 ml Rotwein
250 ml Wasser
1 Lorbeerblatt
3 Nelken
1 Zwiebel
3 EL Kristallzucker
2 Prise Zimt
Salz, Pfeffer

für die Erdäpfelknödel
650 g mehlige Erdäpfel
80 g Kartoffelstärke 
Salz

für 4 Personen

Zubereitung

Vorbereitung für Rotkraut:

  1. Am Vortag wird das Rotkraut halbiert und der Strunk herausgeschnitten.
  2. Als nächsten Schritt das Kraut entweder mit einem Messer in feine Streifen schneiden oder mit einer Gemüsehobel hacheln.
  3. Nun werden die Äpfel geschält, entkernt und fein geraspelt.
  4. Das Kraut wird mit dem Apfel vermengt. Anschließend kommen noch die restlichen Zutaten außer Zwiebel und Zucker (!) dazu.
  5. Dies lässt man über Nacht mit einer Folie zugedeckt an einem kühlen Ort ziehen.

Ente:

  1. Am nächsten Tag wird zuerst das Backrohr auf 160°C Umluft vorgeheizt.
  2. Danach wird die Ente von Innereien, Hals und Fett befreit. Anschließend gründlich unter fließendem Wasser waschen und mit einem frischen Geschirrtuch oder Küchenrolle abtupfen.
  3. Als nächsten Schritt von innen und außen etwas salzen.
  4. Danach werden für die Füllung Karotten, Äpfel und Zwiebel kleinwürfelig geschnitten und mit Salz, Pfeffer und Petersilie abgeschmeckt. Diese Füllung kommt nun in die Ente.
  5. Anschließend wird die Öffnung geschlossen, indem Schenkel und Flügerl zum Körper zugebunden werden.
  6. Nun im Backrohr auf die unterste Ebene ein tiefes Backblech schieben. Direkt darüber kommt der Gitterrost mit der Ente. Dies lässt man für 1 Stunde garen.
  7. Nach der ersten Stunde Garzeit wird die Haut unter der Keule mit einem spitzen Gegenstand (z. B. spitzes Messer) leicht eingestochen. Achtung: Nicht das Fleisch einstechen, sondern nur die Haut! Danach 0,5 Liter Wasser in das tiefe Blech gießen und 1 weitere Stunde garen.
  8. Nun darf die Ente ab und zu (ca. alle 20 Minuten) mit dem Wasser, Fett und Bratrückständen, welches sich im tiefen Blech befindet, bestrichen werden.

Erdädpfelknödel:

  1. Während die Ente im Rohr ist, werden die Erdäpfel gekocht, geschält und im noch warmen Zustand durch eine Presse gedrückt.
  2. In einer großen Schüssel die gepressten Erdäpfel mit Kartoffelstärke und Salz durchkneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  3. 8 kleine Knödel (je 80 g) mit beiden Händen formen und diese 20 Minuten im Salzwasser köcheln.

Rotkraut:

  1. Für das Rotkraut nun die Zwiebel in dünne Streifen schneiden und in einer Kassarolle mit Öl anschwitzen.
  2. Als nächsten Schritt den Zucker hinzugeben. Durch das Erhitzen beginnt der Zucker allmählich zu karamellisieren.
  3. Nun wird das vorbereitete Kraut untergemischt. Dies lässt man rund 60 Minuten leicht köcheln. Nach dem Kochen werden das Lorbeerblatt und die Nelken entfernt und mit Salz, Pfeffer und Zimt abgeschmeckt.

Sauce:

  1. Eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit wird das tiefe Blech aus dem Rohr genommen. Der enthaltene Saft wird durch ein Sieb in eine Kasserolle gegossen. Das Blech kommt wieder zurück ins Backrohr.
  2. Die Ente mit Wein bepinseln, die Temperatur auf 180°C erhöhen und auf Grillfunktion einstellen.
  3. Während der letzten halben Stunde kann die Sauce zubereitet werden. Hierfür wird der Fond für rund 10 Minuten kaltgestellt. Das Fett wird fest und kann dadurch abgeschöpft werden.
  4. Der Saft wird nun wieder erhitzt und dieser wird mit 250 ml Wasser aufgegossen. Anschließend in ein Häferl 3 EL kaltes Wasser mit Stärke verrühren, in die Sauce einrühren, aufkochen lassen und abschmecken.

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