Osterkranz aus Brioche

Gründonnerstag bis Karsamstag – die „Ratscher Mäntscha und Burschen“ starten um 6 Uhr motiviert mit ihren Wegen durch den Ort, um die BewohnerInnen mit ihren Holzratschen und Sprüchen aus den Federn zu schmeißen. Denn am Gründonnerstag fliegen alle Kirchenglocken nach Rom und daher müssen die fleißigen Kinder vom Ort mit ihren Ratschen das Glockenläuten bis zum Karsamstag übernehmen. Hier wird ein inneres Holzfedernblatt rund um ein Zahnrad bewegt und dies erzeugt ein lautstarkes knatterndes Geräusch. Dieser örtliche Rundgang wird an den Zeiten des Morgen-, Mittag- und Abendläutens durchgeführt. In meiner Kindheit durfte auch ich einige Jahre an diesem Ritual teilnehmen. Wenn ich heutzutage die Kids zur Osterzeit ratschen höre, werde deshalb also nicht nur ich geweckt, sondern auch einige Erinnerungen von damaligen Momenten und Erlebnissen. 

Dann kommt der Ostersonntag. Dieser ist bei mir nach wie vor noch mit dem aufregenden Gefühl, das Briochekränzchen mit dem bunt gefärbten Ei, die Schokohäschen und Geschenke im Garten zu entdecken, verbunden. Dieses begeisterte Osterei-Suchen prägte meine Kindheit und bestimmt wecke ich auch hier einige eurer Kindheitserinnerungen. Für mich gilt Ostern, nach der Fastenzeit, auch immer als Start in den Frühling – alles blüht, die Wärme der Sonnenstrahlen wird intensiver und man kann den Nachmittagskaffee im Garten genießen. Was dabei nicht fehlen darf, ist der Genuss eines frisch gebackenen Briochekränzchen mit Butter und Marmelade.

Dabei habe ich nach Inspirationen im Internet gesucht, bin allerdings dann doch beim klassischen Rezept meiner Mama hängen geblieben – hab dieses für euch getestet und aufgeschrieben. Von der Mama ist es dann doch am besten! 🙂 

Kurz noch ein sehr wichtiger Tipp: Beim Germteig soll nur der Dotter vom Ei verwendet werden, da sonst der Teig nicht aufgeht. 

Viel Spaß beim Nachbacken und ich wünsche euch frohe Ostern und ein schönes, friedliches Fest mit euren Liebsten!

Zutaten

1 Pkg. Trockenhefe
500 g Mehl
250 ml Milch
1 TL Honig
50 g Rama oder Butter
80 g Staubzucker
2 Dotter
1 Prise Salz 
1 Ei zum Bestreichen 

für 4 Kränze

Zubereitung

1.  Zuerst gebe ich die Milch und Butter in eine Kassarolle und lasse sie leicht(!) erwärmen. Es ist deshalb so wichtig, dass die Flüssigkeit nicht zu heiß wird, weil die Gefahr beim Aufkochen besteht, dass der Germ abgetötet wird.

2.  Danach vermenge ich alle Zutaten in einer Rührschüssel und gebe die warme Milch mit dem Butter dazu. Anschließend mit der Hand oder mit Knethacken in einer Rührschüssel gut durchkneten. 

3.  Jetzt noch den Germteig mit etwas Mehl bestauben, zudecken und 60 Minuten rasten lassen – bis er zur doppelten Größe herangewachsen ist. 

4.  Nun knete ich den Germteig mit der Hand noch kurz durch und teile ihn in ca. 150 g schwere Stücke. Diese Stücke forme ich zu Strängen, wickle jeweils zwei Stränge ineinander und forme sie zu einem Kreis zusammen. In der Mitte entsteht ein Loch, dieses wächst beim Backen zu und hat eine schöne Mulde für das bunt gefärbte Ei. 

5.  Als nächsten Schritt gebe ich diese auf ein Backblech und lasse sie noch einmal für 15 Minuten aufgehen. Währenddessen schalte ich das Backrohr auf 180 Grad ein. 

6.  Anschließend bestreiche ich die Kränze mit einem versprudelten Ei. Optional kann man nach dem Bestrechen mit dem Ei noch Hagelzucker darüber streuen. Danach kommt das Blech mit der Brioche ins Rohr bis sie goldgelb durchgebacken sind (ca. 40 Minuten). Nach 30 Minuten habe ich die Temperatur auf 150 Grad reduziert. 

Ich wünsche euch gutes Gelingen und ein wunderschönes Osterfest! Frohe Ostern! 🙂

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